Etwas schaffen, das natürlich wirkt oder bewusst etwas Künstliches gestalten? Das ist eine Grundfrage in der Landschaftsarchitektur. Texte zur Landschaft bringt Aufsätze, die seit 1993 in verschiedenen Ausgaben von Topos ? European Landscape Magazine erschienen sind. Es geht immer um Natur und Artefakt, wobei sich die Kunst der Landschaftsarchitektur vornehmlich in zwei Qualitäten ausdrückt: dem Gefühl für den Ort und dem Gefühl für die Zeit. Soll der Entwurf nicht im beliebigen Ornament landen, braucht es Konzepte, die auf Erfahrung basieren, braucht es Visionen, um aus dem Bestehenden heraus etwas Neues zu wagen. In dem heterogenen Fachgebiet der Landschaftsgestaltung, in dem theoretische Literatur eher rar ist, ist es wertvoll, von Autoren wie Paolo Bürgi über 'Dimensionen der Erinnerung' zu lesen, von Joachim W. Jacobs über 'Das Bauhaus und die Theorie vom Raum' oder von Kathinka Schreiber über den Auftritt der 'Landschaft im Film'. Diese interdisziplinäre Aufsatzsammlung spiegelt ideal den Ansatz von Topos wider, Landschaft als spannendes und vielfältiges Medium zu betrachten. Callwey, 2003, 144 Seiten, 190 Abbildungen in Farbe, deutsch/englisch, broschiert