Der Biologe Hansjörg Küster erläutert anhand einer Vielzahl von farbigen Abbildungen, wie geologische Prozesse und klimatische Einflüsse, wie Tiere, Pflanzen und nicht zuletzt der Mensch die mitteleuropäische Landschaft nachhaltig verändert und in unterschiedlicher Weise geformt haben. Nehmen wir mal an, Sie wohnen in einem Hochhaus aus den 60ern am Rande einer Stadt im Ruhrgebiet und blicken aus dem Fenster: Felder, Viehkoppeln, zwei sich kreuzende Eisenbahngleise, eine aufgegebene Fabrik. Als Leser der Küsterschen Landschaftsgeschichte können Sie das alles deuten: Wann die Felder diese Form bekamen, die Entstehungszeit der Viehkoppeln, warum die Gleise dort auf kleinen Viadukten laufen. Sogar Ihr Hochhaus werden Sie erklärt finden!über den AutorKüster lehrt Pflanzenökologie in Hannover, für dieses Buch aber ist er weit über alle Fachgrenzen hinausgegangen und hat bei den Geo-, Sozio- und Zoologen gewildert, bei den Historikern der Kunst-, Wissenschafts-, Technik-, Architektur-, Garten-, Bevölkerungs- und Kulturgeschichte nachgelesen und alles zu einer Synthese zusammengeführt. Der Band liest sich leicht, der Autor läßt den Text unbeschwert von Anmerkungen, liefert nur im Anhang eine Auswahlbibliographie zum weiterlesen. Bei C. H. Beck erschienen von ihm unter anderem: Geschichte des Waldes. Von der Urzeit bis zur Gegenwart (2003); Die Ostsee. Eine Natur- und Kulturgeschichte (2002). C. H. Beck, 1999, 423 Seiten, Broschiert