Bedeutende historische Gärten und Parkanlagen gibt es nicht nur in unseren Nachbarländern oder in England. Gartenkultur hat bis heute auch in unserem Land in allen Regionen und für alle Bevölkerungsschichten einen wichtigen Stellenwert. Doch anders als in den meisten europäischen Ländern mit einer meist aristokratischen Gartenkultur handelt es sich in der Schweiz um bürgerlich geprägte Anlagen, die das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden suchten und während Jahrhunderten von ausländischen Einflüssen profitierten. Besonders originelle und eigenständige Lösungen gelangen aber dort, wo die landschaftlichen und klimatischen Besonderheiten sowie die natürlichen Ressourcen – Berge und Seen – in das gestalterische Konzept einbezogen wurden.
Der reich illustrierte Bildband «Nutzen und Zierde» zeigt eine repräsentative Auswahl von Gärten und Parkanlagen aus allen Kantonen der Schweiz. Fünfzig Kurzmonografien von bekannten Autorinnen und Autoren laden zum Entdecken der Anlagen und ihrer verborgenen Schönheiten ein. Die Entstehungsgeschichte, die Bauherren und Gestalter sind ebenso Thema der Beiträge wie die stilgeschichtliche Einordnung, das Bepflanzungskonzept, die Einbettung in die Landschaft und die Veränderungen im Lauf der Zeit. Die Porträts zeigen altbekannte Anlagen in einem neuen Licht, stellen wiederentdeckte Gärten vor und ermöglichen da und dort einen Blick hinter sonst verschlossene Portale.
AG Wettingen, ehemaliges Zisterzienserkloster
AI Jakobsbad, Kloster Leiden Christi
AR Trogen, Garten Honnerlag
BE Brienz, Grandhotel Giessbach; Gwatt, Bonstettengut; Lützelflüh/Waldhaus, Bauerngärten; Oberhofen, Schloss
BL Arlesheim, Ermitage
BS Riehen, Bäumlihof
FR Barberêche, Château; Corminbœuf, Bois Murat; Freiburg, Fischmarkt
GE Jussy, La Gara; Genève, La rade; Meyrin, Jardin alpin
GL Glarus, Villa Schuler
GR Davos Frauenkirch, Waldfriedhof; Malans, Schloss Bothmar; Maloja, Hotel Palace; Sils im Domleschg, Palazzo Tonatsch; Soglio, Salis-Gärten; Tomils, Schloss Ortenstein
JU Porrentruy, Jardin botanique
LU Beromünster, Schlössliwald; Luzern, Villa Bellerive; Luzern, Quaianlagen
NE Colombier, Le Bied; Neuchâtel, La Grande Rochette
NW Stans, Garten Oberhaus
OW Sachseln, Hotel Paxmontana
SG Rheineck, Weinburg (heute Gymnasium Marienburg); Uzwil, Landhaus Waldbühl
SH Schaffhausen, ehemaliges Erkergut; Schaffhausen, Waldfriedhof
SO Dornach, Goetheanum; Schönenwerd, Bally-Park; Solothurn, Sommerhaus de Vigier
SZ Schwyz, Herrenhaus-Gärten
TG Salenstein, Schloss Arenenberg
TI Isole di Brissago, Parco botanico; Lugano-Castagnola, Villa Favorita
UR Seelisberg, Rütli
VD Corseaux, La Petite Maison; Lausanne, Le Désert; Pully, Villa Eupalinos; Vullierens, Château
VS Sierre, Château Mercier
ZG Zug, Zurlaubenhof; Zug, Quaianlagen
ZH Winterthur, Villa Tössertobel; Zürich, Garten Hauser-Studer; Zürich, Quaianlagen; Zürich, Rieterpark
Das Buch ist ein Beitrag der Arbeitsgruppe Gartendenkmalpflege von ICOMOS Schweiz zum Gartenjahr 2006.
Die französische Ausgabe erschien bei Infolio éditions, Gollion.
«Ein repräsentativ aufgemachtes Buch mit ebenso kenntnisreichen wie kurzweiligen Texten.» Suzanne Kappeler, Neue Zürcher Zeitung
«An regnerischen Tagen lockt die Lektüre des Buches. An sonnigen Tagen lohnt sich dann die Reise in die grüne Vergangenheit. Voller Informationen und Wissen ist das Buch ‹Nutzen und Zierde› dem kulturbewanderten Leser und Spaziergänger ein guter Begleiter.» Tanja Hess, moneycab.com