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«Freibad Letzigraben» wurde als eines der «Schönsten Schweizer Bücher» ausgezeichnet.
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Max Frisch schreibt am 18. Juni 1949
in seinem Tagebuch: «Heute ist die Anlage eröffnet worden. Sonniges Wetter und viel Volk. Sie schwimmen, springen von den Türmen. Die Rasen sind voll Menschen,
halb nackt und halb bunt, und es ist etwas wie ein wirkliches Fest (...).»
Das Freibad Letzigraben in Zürich ist das grösste Projekt, das Max Frisch in seiner Tätigkeit als Architekt umgesetzt hat. Gestaltet wurde die Parkanlage vom Schweizer Landschaftsarchitekten Gustav Ammann. Knapp 60 Jahre nach der Erbauung wurde das Bad einer gründlichen Sanierung unterzogen: Die Schwimmbecken wurden abgedichtet und rückverlegt, zugeschüttete Zierbecken wieder geöffnet, die Technik wurde komplett erneuert und der Boden aus archäologischer Neugier umgegraben. Denn wo sich heute Menschen im Wasser tummeln, befand sich einst ein römischer Gutshof und später der Galgen von Zürich. Von dem Freibad des Schriftstellerarchitekten geht nach wie vor ein inspirierender Reiz aus. Neben seiner städtebaulichen Bedeutung ist mit der Renovierung seine programmatische Klarheit neu in Erscheinung getreten.
Mit Beiträgen von Ulrich Binder, Pierre Geering, Claude Lichtenstein, Renate Menzi, Andreas Motschi, Walter Obschlager, Bruno Steiger, Johannes Stoffler.